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Pflücke den Tag


NEWS: Das Gartentagebuch 2016 wird im 9. Jahr fortgeführt.

Über den Reiter "Anzucht", sind teilweise die verschiedenen Wachstumsphasen der Anzucht zu finden, wenn ich die Pflanze selbst schon einmal gezogen haben.
Ich habe auch dazugeschrieben, wann und wo ich sie ausgesät habe. Das muß jedoch nicht immer ein Maßstab sein, denn viele Pflanzen, die ich im Zimmer vorziehe,
sind auch sehr gut im Freiland oder Kaltgewächshaus anzuziehen.

Pflanzenportrait   Anzucht  
 
Aquilegia vulgaris Akelei
Herkunft: A. vulgaris = Europa.
Seit dem Mitttelalter ist die Akelei in europäischen Gärten zu finden. Das erste Mal wurde die Pflanze in Hildegard von Bingens „Liber simplicis medicum“ beschrieben.
1606 wurden in dem „Kräuterbuch nach rechter Art der himmlischen Einfließungen durch Philomusum Anonymum“ etwa 273 medizinische Heilwirkungen der Akelei beschrieben.
Es gibt viele Spekulationen, woher der Name Aquilegia stammt:
Das Wort wird vermutlich von dem lateinischem Wort aquila für Adler abgeleitet und hängt wohl mit den Adlerkrallen ähnelnden Blütenspornen zusammen. Vielleicht stammt es jedoch auch von aquilegium für Wasserbehälter und bezieht sich damit auf die Kelchblätter der Blüten.
Der Begriff „ak“ bedeutet soviel wie spitz und kann sich auf den Sporn beziehen.
Die Akelei wird auch Elfenschuh, Zigeunerglocke, Teufelsglocke, Narrenkappe, Tintenglocke, Kaiserglocke oder auch Agelblume genannt, was auf die adelige Schwesternschaft Agelblume in Bayern schließen lässt, die bis zur Reformation in Königsberg ansässig war. Die Akelei stand für die Bescheidenheit die an die Schwestern erinnern sollte.
Der englische Name „ Herba leonis“ bedeutet soviel wie Löwenkraft und der italienische Name Amour nascosto soviel wie heimliche Liebe. Die Namensgebung lässt auf ihre aphrodisierende Wirkung schließen.
Ursprungsformen der Akelei sind unter anderem die gemeine Akelei (A. vulgaris), die schwarze (A. atrata) und die dunkle Akelei (A. nigricans).
In gotischen Kirchen ist noch heute das Dreiblattornament zu finden, welches die heilige Dreifaltigkeit symbolisiert und durch das dreifach gedrittelte Blatt dargestellt wird.
Anbau/Anmerkung: Da Akeleien sich gerne und viel untereinander verkreuzen ist eine Bestimmung nicht wirklich leicht, wenn mehrere Arten in einem Garten vorkommen.
Die Arten unterscheiden sich in der Staubblattlänge und der Blütenfarbe, die jedoch sehr variabel sind und sich oft vermischen.
Der Anbau dieser pflegeleichten Pflanze, die oft auch mit Halbschatten vorlieb nimmt, ist äußerst pflegeleicht und ihrem Hang zur Vermehrung kann schnell Einhalt geboten werden, wenn sie nach der Blüte einfach zurück geschnitten wird. Grundsätzlich bevorzugt sie halbschattige Plätze auf kalkhaltigen Böden, passt sich jedoch schnell anderen Umgebungen an.
Die gemeine Akelei erreicht oft nur eine Wuchshöhe von bis zu 80 cm und hat eine blaue Farbe.
Die krautige Staude ist kurzlebig. Durch den unterschiedlichen Reifezeitpunkt der Staub- und Blütenblätter ist eine Selbstbefruchtung ausgeschlossen.
Obwohl sie so eine pflegeleichte Vermehrungsfreudige Pflanze ist, ist die A. vulgaris an ihren natürlichen Standorten stark gefährdet.
Ernte: Das Saatgut wird geerntet, wenn die Kapseln braun werden.
medizinische Verwendung: Durch den Gehalt geringer Mengen von cyanogenen Glykosiden (Blausäure Glykoside) ist die Pflanze schwach giftig. Die Wirkstoffe Isochinolalkaloide (wie Magnoflorin) können auf der haut zu Reizungen führen.
Die Giftstoffe befinden sich in der gesamten Pflanze, jedoch insbesondere in den Samen und können sich durch Erbrechen, Atemnot und Durchfall bemerkbar machen. Vergiftungen sind durch die geringe Giftigkeit jedoch äußerst selten.
Früher wurde die Pflanze bei Leber- und Gallenbeschwerden oder Hautentzündungen eingesetzt.
Lt. Hildegard von Bingen: : „...wer aber Fieber hat, der zerstoße Akelei, und er seihe ihren Saft durch ein Tuch, und diesen Saft gebe er Wein bei, und so trinke er oft, und es wird ihm besser gehen.“
Tabernaemontanus empfiehlt sie bei Impotenz, die durch Zauberkraft oder Hexenkunst erzielt wurde als wundersames Gegenmittel. Die Meskaki Indianer nutzten die aphrodisierende Wirkung, um aus Ginseng, Glimmererde, Gelatine, Akelei und Schlangenfleisch einen Liebestrank zuzubereiten.
Verwendung:
Vermehrung: Akelei sorgt in der Regel reichlich für Selbstaussaat. Wer sie nachd er Blüte schneidet, kann dies verhindern.
Sie kann aber auch im Frühjahr im Freiland ausgesät werden.
Höhe/Breite: 50-100 cm Blütezeit: Mai/Juni Farbe: variabal
Geruch und Geschmack: kein ----- Charakter: mehrjährig winterhart



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