Tour D´Energie in Göttingen 27.04.2008
Für Marco stehen die Sterne zu Beginn dieser Saison leider nicht sehr gut. Die ganze Woche kämpft er schon mit einer Erkältung, die ihn dann am Freitag mit Fieber und Lungenschmerzen auf dem Fahrrad dahin rafft. An ein Rennen ist da nicht mehr zu denken und er sagt das Rennen schweren Herzens ab.
Carpe
Diem - Lebe den Tag
Tour D´Energie in Göttingen 27.04.2008
von Hagen
Angereist bin ich nach Göttingen schon am Samstag, um in aller Ruhe meine Startunterlagen für Sonntag abzuholen und am Prologzeitfahren, einem kleinen Bergzeitfahren, teilzunehmen.
Das waren 3,2km, fast nur bergauf. Da hieß es also sich vernünftig warm fahren, die Strecke einmal inspizieren und dann knapp über 7 Minuten Vollgas geben. Dieses Event war gut organisiert und hat richtig Spaß gemacht. Leider gab es aber bei der Zeitnahme so einige Ungereimtheiten, so dass ich selbst nach Korrektur der Ergebnisliste immer noch mit einer Minute zu viel drin stehe. Schade eigentlich, da ich mit meinen gefahrenen 7:17 Minuten recht gut platziert wäre.
Am Sonntag, das Wetter war ideal, traf ich dann Bene und Torsten vorne im Startblock. Erstaunt nahm ich zur Kenntnis, dass Torsten für dieses bergige Terrain eine 21er Kassette gewählt hatte. Damit würde ich in dieser Gegend nicht fahren wollen.
Nach dem fliegenden Start verliefen die ersten Kilometer in einem relativ moderaten Tempo, so dass man sich gut einrollen konnte. An den Anstiegen riss das große Feld dann aber erwartungsgemäß auseinander. Während ich Torsten ziemlich schnell aus den Augen verlor, konnten Bene und ich recht lange vorne mithalten. Erst auf dem letzten Stück hoch zum „Hohen Hagen“ mussten wir die Spitzengruppe endgültig ziehen lassen. In der Abfahrt konnte ich dann an eine kleine Gruppe ebenfalls Abgefallener wieder ranfahren, diese aber auch nur für ein paar Kilometer halten. Die letzten 12-15 Kilometer bis zum Ziel musste ich somit alleine fahren, da von hinten auch niemand mehr kam.
Mit meiner Zeit und Platzierung (69. Platz) bin ich sehr zufrieden. Ich habe zwar dieses Jahr schon gut trainieren können, auch in den Bergen, aber Fahrten in diesem hohen Lastbereich fehlten bisher. Daher hatte ich nicht damit gerechnet, dass es so gut laufen würde.
Die Veranstaltung war gut organisiert, die Strecke war schön (fordernd) und vernünftig abgesichert. Insgesamt eine runde Sache, die man sich merken kann.
Vom Mecklenburger Ochsen zum Bergfloh – geht das?
von Torsten
Da mir kurz vor der Tour noch der Rahmen gerissen ist konnte ich nur auf ein geliehenes Rennrad zurückgreifen. Normalerweise fahre ich einen 60ziger Rahmen (auch schon sehr groß), so kurzfristig habe ich aber nur ein 62ziger bekommen. Passend zum Thairain ein richtiges Klettergerüst. Irgendwie war ich auch, aus Unkenntnis der Strecke, der Meinung 1300hm auf 85km mit einem 21ziger Ritzel abzureißen.
Schon mal nicht so ganz optimale Bedingungen. Das Wetter und die Veranstaltung waren super und außer Pastaparty hinterher, gab’s jede Menge „Laktat for free“.
Bleibt zum Schluss noch die Erkenntnis, dass aus einem Mecklenburger Ochsen dann doch kein Bergfloh wird, und es nächstes Jahr auf jeden Fall noch einmal mit einem 23 ziger Ritzel zu versuchen.
Berge können ganz schön anspruchsvoll sein
von Bene
Hagen, Thorsten, Jürgen und ich standen zusammen im vordersten Startblock. Die ersten 3km gingen neutralisiert durch die Stadt. Nach der offiziellen Freigabe war das Tempo die ersten 15 Minuten sehr ruhig (die wussten wohl was noch kommt). Dann kamen aber die ersten heftigen Steigungen und vorne wurde ordentlich Druck gemacht. Die Abfahrten waren extrem Steil und gefährlich. Ich hatte öfters über 80 auf dem Tacho.
Bis Kilometer 50 gab es viele Steile Hügel, die aber nicht besonders lang waren. Dann kam aber der erste richtige Berg! In Serpentinen ging es richtig bergauf. Frag mich nicht wie lange...
Bis dahin war ich in der ersten Gruppe gefahren, aber kurz vor dem Gipfel musste ich reißen lassen.
Auf der Abfahrt bin ich dann mit einer kleinen Gruppe wieder ins Feld zurück gefahren. Allerdings bin ich nicht lange drinnen geblieben, da jetzt der Hohe Hagen vor uns lag. Das hohe Tempo der ersten Gruppe konnte ich am Berg dann wieder nicht halten. Das Ding war aber auch lang und steil... Thorsten hat mir hinterher erzählt, dass er mit seinem 21er Ritzel am liebsten abgestiegen wäre.
Vom Hohen Hagen bis ins Ziel bin ich in einer schönen sechser Gruppe gefahren. Die lief ganz gut und immerhin hab´ ich im Ziel den Sprint gewonnen.
Mit meiner Platzierung bin ich nicht wirklich zufrieden, aber die Strecke war auch sehr anspruchsvoll. Ich hatte es mir leichter vorgestellt.
Anmerkung der Redaktion: Die Platzierung ist gut (73.er), und wird noch besser in Anbetracht der Tatsache, dass hinter dieser Platzierung relativ wenig Rennerfahrung steckt.......