1. Mai Bungsberg und das City Nord Rennen am 17.05.2009
Carpe
Diem - Lebe den Tag
Wo sind die Kuehe?
Zu Beginn des Jahres ist Marco in unglaublich guter Form und macht sich große Hoffnungen auf die Saison 2009. Übermütig nimmt er alle möglichen Veranstaltungen mit und startet am 1. Mai am Bungsberg zu einem MTB Rennen. Bevor er das Rennen fährt, will er vernünftigereise die Strecke noch einmal abfahren.
Doch das war der Fehler. Bei einer Abfahrt läßt er laufen und stürzt über irgendein Hindernis. Er fliegt vorne über das Rad und prallt genau auf einen Stein. Nach einer halben Stunde rappelt er sich dennoch wieder auf, sammelt seine Trinkflaschen ein und schiebt das Rad wieder zurück den Berg hoch. Es geht ab in die Klinik nach Neustadt. Diagnose: Schlüsselbeinfraktur und Gelenkkapselsprengung. Der Rest ist weitestgehend heil geblieben. Aufgrund der Schürfwunden und Prellungen soll jedoch erst eine Woche später operiert werden und darf vorerst wieder mit nach Hause. Es gibt bis dahin einen hübschen Gilchrist Verband.
Zu Beginn war der Optimismus noch groß, doch im Verlauf der Wochen stellt sich heraus, dass es seine sehr langwierige Geschichte ist. Am 7. Mai wir Marco eine sogenannte Hakenplatte in das Gelenk eingesetzt, am 10. Mai wird er aus dem Krankenhaus wieder entlassen. Der OP für die Herausnahme wird auf den 8. August festgesetzt.
Die Platte verursacht Dauerschmerzen, das scheint normal zu sein. Nach langer Suche und Arztwechsel haben wir dann endlich einen netten und kompetenten Chirugen gefunden, der bereit ist, die Platte eher zu entfernen. Am 22. Juli wird die Platte entfernt, am 29.07.2009 die Fäden gezogen.
Bis dahin waren wir in dem guten Glauben, alles wäre vorbei, doch ein Gelenk wieder bewegungsfähig zu machen, wenn es fast 3 Monate ruhig gestellt war, ist ein langes Unterfangen.
Nach Marcos Sturz und einigen anderen, von denen wir hier im Norden etwas mitbekommen, ist Bene schon nicht mehr ganz wohl in seiner Haut. Am 17. Mai fahren wir zusammen zum City Nord Rennen und geben Bene den eindringlichen Rat, sich doch am Besten so einfach vom Feld abzusetzen. Dann kommt einem auf jedem Fall kein Fahrfehler der Vordermänner ins Gehege....
Gesagt getan: Ein toller Rat scheint Bene sich gedacht zu haben und setzt sich in der ersten Runde gleich vor das Feld. Doch es hat geregnet und die Fahrbahn ist schmierig. In der Kurve rutscht er raus, durchbricht die Absprrung und stoppt den Autoverkehr. Das war kein schönes Ende für diese Veranstaltung. Alle Gelenke sind zerschrammt, die Nase, Jochbein und Stirn sehen ziemlich mitgenommen aus.
Die Sanitäter legen einen Kopfverband an und wir fahren ins AK Barmbek. Sieht gut aus, wie wir da so sitzen. Mir fehlt nur noch das Schwesternhäubchen. Bene mit Kopfverband, Marco noch mit Gilchristverband. Wir bestätigen die Ärzte heute auf jeden Fall in ihrem Urteil, dass dieser Sport viel zu gefährlich ist.
Fotos und Bericht von Cordula 18.08.2009